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In „drei oder vier Monaten“ könnte Russland eine handfeste Krise drohen – „ernsthafte Bedrohung“ für Putin

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In „drei oder vier Monaten“ – Droht Putins Kriegswirtschaft bald eine handfeste Krise?
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In „drei oder vier Monaten“: Droht Putins Kriegswirtschaft bald eine handfeste Krise?
Stand: 10.02.2026, 22:43 Uhr
Von: Nils Thomas Hinsberger
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Russlands Krieg gegen die Ukraine kostet eine Menge Geld. Doch die Einnahmen gehen immer weiter zurück. Steht Putins Kriegswirtschaft am Scheideweg?
Moskau – Der Ukraine-Krieg steht kurz vor dem fünften Kriegsjahr. Während die Verhandlungen über einen möglichen Frieden mehr oder weniger laufen, fliegen weiter russische Drohnen und Raketen auf Kiew und andere ukrainische Städte. Russland treibt seinen brutalen Angriffskrieg ohne Rücksicht auf Verluste voran. Verluste, die sich auch immer mehr in der russischen Kriegswirtschaft bemerkbar machen.
Dunkle Zeiten für Russlands Kriegswirtschaft? Bald könnte eine handfeste Krise anstehen. © VYACHESLAV PROKOFYEV/AFP
Westliche Sanktionen , allen voran die aus den USA unter Präsident Donald Trump , haben wichtige Wirtschaftssektoren im Russland von Wladimir Putin ins Visier genommen. Zuletzt wurde bekannt, dass die Einnahmen aus dem Geschäft mit Gas und Öl im Vergleich zu 2025 massiv eingebrochen sind. Wie die Washington Post nun berichtete, warnen Insider vor einem großen Kipppunkt in Russlands Wirtschaft. Und der könnte schon bald bevorstehen.
Wirtschaftskrise in Russland: Steht Putins Albtraum im Ukraine-Krieg kurz bevor?
Die US-Zeitschrift stützt sich auf Aussagen aus der russischen Geschäftswelt . Ein russischer Akademiker mit Kontakt zu hochrangigen russischen Diplomaten habe dabei vor allem die EU -Bemühungen zur Bekämpfung der russischen Schattenflotte als „ernsthafte Bedrohung“ für Russlands Wirtschaft bezeichnet. Die sogenannte Schattenflotte beschreibt Tanker aus Russland, die unter falscher Flagge russisches Öl an den EU-Sanktionen vorbeischleusen wollen.
Ein weiterer anonymer Insider habe der Washington Post berichtet, dass Finanzbeamte Putin mittlerweile eindringlich vor einer Krise warnen würden, die bereits im Sommer anstehen könne. Die wegen der Sanktionen stagnierenden Einnahmen könnten demnach ohne weitere Steuererhöhungen das russische Haushaltsdefizit weiter verschärfen. Dabei hatte Putin zum Jahresbeginn erst die Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent anheben lassen, was vor allem die Bevölkerung teuer zu stehen kommt.
Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern
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Aus der russischen Wirtschaft selbst kommt ebenfalls die Warnung vor einer nahenden Krise. In „drei oder vier Monaten“ könne diese anstehen, sagte ein russischer Unternehmer der Post . Er glaube, aufgrund der hohen Zinsen von 16 Prozent, dass die Inflation entgegen offizieller Angaben weit über die sechs Prozent ansteigen werde. Anzeichen für eine Krise sehe man bereits jetzt mit vielen Restaurantsschließungen und einer betriebsbedingten Entlassungswelle.
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Unsicherheit und schlechtes Geschäftsklima – Putins Russland steht vor einer Krise
Zu schaffen mache Russlands Wirtschaft vor allem die mangelnde Planungssicherheit, weil niemand wisse, wann mit einem Ende des Ukraine-Kriegs zu rechnen sei. Der anonyme russische Akademiker ergänzte: „Sollte Trump zu dem Schluss kommen, dass Russland den Verhandlungsprozess sabotiert, sind neue Sanktionen, auch gegen den Energiesektor, möglich, und das stellt eine ernsthafte Herausforderung für Russland dar.“
Dabei sinken bereits die Einnahmen aus dem Geschäft mit den Rohstoffen. Die Associated Press (AP) berichtete zuletzt, dass sie gar mit einem Rückgang von 587 Milliarden Rubel im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat, auf einen neuen Tiefstwert seit der Coronapandemie gesunken sind. Grund seien vor allem neue Sanktionen aus den USA und der EU.
Russland ist auf den Verkauf von Öl und Gas zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs angewiesen
Um die Rekrutierung neuer Soldaten und die Kriegsproduktion aufrechtzuerhalten, soll Russland auch auf seinen Staatsfonds zurückgegriffen haben, berichtete das US-Wirtschaftsmagazin Fortune . Doch auch dieser gehe langsam zur Neige.
Die Situation dürfte ohne eine Ausweitung der Einnahmen durch den Verkauf von Öl und Gas nicht besser werden. Doch statt wenigstens die bisherigen Partner zu halten, scheint etwa Indien, das bislang als einer der Hauptabnehmer von russischem Öl galt, sich immer weiter vom Kreml zu entfernen . Reuters berichtete zuletzt, dass Raffinerien aus dem Land immer weniger Öl aus Russland kaufen würden. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) könnte das direkte Auswirkungen auf Russlands Fähigkeit haben, den Krieg in der Ukraine zu finanzieren, „ohne weitere ökonomische Konsequenzen zu erleiden“. (Quellen: Washington Post, Associated Press, Fortune, Reuters, ISW) (nhi)
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